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Besuchsdienst bei schädel-hirn-traumatisierten Kindern 11.12.2017
KiNiKi unterstützt Tierschutzverein in Bernau

Schon seit 2004 werden schädel-hirn-traumatisierte Kinder im Behandlungszentrum Vogtareuth von Hunden besucht, die eigens für diese Aufgabe ausgebildet wurden. In der Klinik für Neuropädiatrie und Neurologische Rehabilitation für Kinder und Jugendliche, der größten Einrichtung dieser Art in Europa, werden die Kinder für kurze Therapieeinheiten von ca. 20 bis 30 Minuten mit den Hunden zusammen gebracht. Erfolge bestehen bei einem schwerst betroffenen Kind schon darin, dass es  dem Hund mit den Augen folgt oder einfach lächelt, wenn es von ihm berührt wird. Manche Kinder sind motorisch auch schon wieder so geschickt, dass sie mit einem Hund spielen oder ihm einfache Kommandos geben können. Von  besonderer Bedeutung ist auch der Körperkontakt, wenn sich die vierbeinigen therapeutischen Helfer streicheln lassen. Alle Sitzungen werden schriftlich festgehalten, um die Fortschritte des Kindes zu dokumentieren.

Das besondere an dem Projekt ist aber nicht nur, dass es das einzige seiner Art im deutsch-sprachigen Raum ist, sondern auch, dass einige der eingesetzten Therapiehunde ehemalige TierHeim-Bewohner des Tierschutzvereins „Häuser der Hoffnung e.V.“ in Bernau oder anderen Tierschutzeinrichtungen sind. So zum Beispiel die Jack-Russell-Mischlingshündin Sophia, die ganz besonderes Einfühlungsvermögen zeigt, wenn sie sich den teils schwerst behinderten Kindern nähert. Die Hundetrainerin Clarissa v. Reinhardt, die für die Ausbildung der Hund-Mensch-Teams zuständig ist, glaubt, dass Sophia deshalb ein besonderes Gespür für die Situation der Kinder hat, weil sie selbst einmal nach einer schweren Misshandlung ein Schädel-Hirn-Trauma hatte. Sie scheint instinktiv zu spüren, dass sich die Kinder in einem ähnliches Zustand befinden, wie sie selbst damals. Auch sie hatte Spastiken, Orientierungsdefizite und Gleichgewichtsstörungen – die in ihrem Fall glücklicher Weise alle reversibel waren. Lediglich ein leichtes Humpeln von den 11 Knochenbrüchen, die sie sich zuzog, nachdem man sie aus einem fahrenden Auto geworfen hatte, ist ihr geblieben.

Aber nicht nur Sophia, sondern auch die anderen Hunde des Projekts überraschen durch ihre umsichtige und vorsichtige Art, wie sie den kleinen Patienten begegnen, wenn sie Schnüffelkontakt aufnehmen oder sich an sie schmiegen. Und das ist auch dringend nötig, denn viele Kinder tragen Beatmungsschläuche oder andere medizinische Hilfsmittel, die während des Hundekontaktes nicht unterbrochen werden dürfen. Die kleine Mischlingshündin Violetta, die ins Bernauer TierHeim (www.häuser-der-hoffnung.de) kam, nachdem sie misshandelt worden war, wurde sogar zur ständigen Begleiterin eines betroffenen Jungen ausgebildet und anschließend von ihm und seiner Familie adoptiert. Die Anfallshäufigkeit der epileptischen Anfälle des Kindes ging wenige Wochen nach ihrem Einzug stark  zurück – ein sensationeller Erfolg, über den sich alle Beteiligten freuten. Zusätzlich verbesserten sich seine motorischen Fähigkeiten, denn er übte viel und fleißig, weil er mit „seiner Violetta“ spazieren gehen wollte.

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